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Erlebnisse von Vermietern
In Foren wird meistens darüber berichtet, was Mieter in Ferienwohnungen und Häusern erlebt haben. Dabei stehen nicht selten negative Berichte im Vordergrund.
Deshalb ist es gar nicht schlecht, darüber zu berichten, welche Erfahrungen auch Vermieter machen mussten. Die hier geschilderten Beispiele habe ich zwar nicht unmittelbar erlebt, aber dennoch hautnah mitbekommen.
Fall 1:
Der Vermieter hat in seinem Haus 4 Ferienwohnungen. Diese bietet er über das Internet auf einer eigenen Hompage an, in der alle für den Urlauber notwendigen Informationen enthalten sind. Aufgrund einer Anfrage hat er noch weitere Informationen erteilt. Diese Wohnungen sind von einer Großfamilie in der Hochsaison für 14 Tage gebucht worden. Im Vertrauen darauf, dass alles in Ordnung geht, hat er sich vorher keine Anzahlung überweisen lassen. Obwohl er darauf hingewiesen hatte, dass ein Bezug erst ab 14 Uhr möglich ist, erschien diese Familie schon am Morgen um 10 Uhr. Weil die Wohnungen noch nicht sauber waren, konnten die neuen Gäste nicht gleich einziehen, so dass der Vermieter sie höflich gebeten hat, doch etwas zu warten, bis sie gereinigt sind. Er hat aus der Verwandtschaft noch extra jemanden zur Hilfe gerufen, damit die Gäste nicht unbedingt bis 14 Uhr warten mussten. Diese erschienen dann schliesslich gegen 16 Uhr und teilten dem Vermieter lapidar mit, dass sie in der Zwischenzeit schon eine andere Unterkunft gefunden hätten. Es täte ihnen ja sehr leid, aber zu einer Schadensersatzzahlung seien sie nicht bereit. Sie begründeten ihr Verhalten damit, dass unmittelbar vor dem Haus kein Strand, sondern nur eine Promenade sei. Letztendlich hatte der Vermieter einen Schaden von ca. 2.000 Euro, weil er auf die Schnelle keine anderen Gäste finden konnte.
Fall 2:
Vor Beginn der Saison hat ein Vermieter seine Wohnungen frisch renoviert, um es seinen Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Wie überall auf der Welt, hat es mal einen Regentag gegeben und die Gäste haben die Wohnung nicht verlassen. Gegen Nachmittag hörte der Vermieter, der im gleichem Haus wohnte, komische Geräusche. Er ging ihnen nach und stellte fest, dass die Kinder im Beisein ihrer Eltern in der Wohnung Fußball gespielt haben. Mit Hinweis darauf, dass die Wohnung frisch renoviert sei, hat er freundlich gebeten, dies doch bitte zu unterlassen. Was war die Antwort der Eltern? So etwas Kinderfeindliches hätten sie noch nie in einem Urlaubsland erlebt und haben angekündigt, am nächsten Tag abzureisen, was sie dann auch getan haben. Die eigentlich gebuchte Zeit haben sie natürlich nicht bezahlt. Schaden hier: ca. 500 Euro.
Fall 3:
Wie vereinbart reist eine Urlauberfamilie mit zwei Kindern an. Die Sachen wurden ausgepackt und die Wohnung bezogen. Alles war in Ordnung und nach kurzer Zeit hat sich der Familienvater nach einer Gaststätte erkundigt, wo er nach der langen und schweren Reise, ein Getränk zu sich nehmen könne. Bereitwillig hat der Vermieter ihm die notwendigen Hinweise erteilt. Am nächsten Morgen gegen 5:00 Uhr wurde der Vermieter, der im gleichem Haus wohnte, durch ein riesiges Geschrei geweckt. Was war geschehen? Der Gast hatte sich in der Gaststätte sehr stark betrunken, womit seine Ehefrau offensichtlich nicht einverstanden war. Darüber ist es dann zu einem Streit zwischen ihnen gekommen, der darin endete, dass der Gast die Möbel von der Terrasse der im zweiten Stock gelegenen Wohnung geschmissen hat. Diese sind dadurch natürlich schwer beschädigt worden. Auf entsprechende Vorhaltungen im Laufe des Tages wurde überhaupt nicht reagiert. Selbst die Drohung, die Polizei zu rufen, hat nichts gebracht. Wie ging die Sache aus? Der Vermieter hat die Gäste aufgefordert, die Wohnung sofort zu verlassen, was sie dann auch tatsächlich still und heimlich am folgenden Abend gemacht haben. Weder für die eine Nacht noch für die gebuchte Zeit haben sie einen Cent bezahlt. Schaden hier: ca. 1.200 Euro.
Fall 4:
Der Vermieter hatte in jeder seiner Wohnungen eine separate Klimaanlage. Gegen eine Gebühr von 10 Euro pro Tag händigt er seinen Gästen eine Fernbedienung aus, damit sie diese jeweils für den heißen Tag benutzen können. Aufgrund dieser Tatsache haben sich doch tatsächlich nicht wenige Gäste das Recht heraus genommen, die Klimaanlage am Morgen beim Verlassen der Wohnung einzuschalten und die Fenster nicht zu schließen. Das hat natürlich einen enormen Stromverbrauch verursacht. Die meisten dieser Gäste meinten dann, nachdem er sie darauf angesprochen hat, er solle sich nicht aufregen, sie hätten ja auch extra dafür bezahlt. Das führte dann schließlich in einzelnen Fällen dazu, dass er diesen Personen die Fernbedienung nicht mehr ausgehändigt hat, was natürlich für die Stimmung zwischen Gastgeber und Gast nicht förderlich war.
Solche oder ähnliche Fälle lassen sich unendlich fortsetzen. Deshalb wäre es nicht schlecht, wenn sich Urlauber auch selbst einmal Gedanken darüber machen, welche Rolle sie spielen, wenn sie sich gegenüber ihrem Vermieter wie geschildert verhalten. Eine überhebliche Einstellung: Ich bringe mein Geld in dieses Land und kann dann machen, was ich will, ist mit Sicherheit nicht angebracht. Andererseits sollte aber auch nicht der Eindruck bei den Gästen entstehen: Liefere dein Geld bei mir ab und verschwinde schnellstmöglich wieder. Ein gegenseitiges Verständnis ist ganz bestimmt angebracht.
Quelle: kroatien-news.net








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